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Aktuelle Seite: Gesellschaft/Zwangspsychiatrie in der DDR (2) |
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Weitere Seiten: |
Fotografie-Projekt zum DDR-Unrecht | |
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>> Auzüge aus Rundbriefen der Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie
Stasi-Richtlinie 1/76: Zu den "bewährten Formen der Zersetzung" gehörten laut Stasi-Richtlinie 1/76: systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes...auf der Grundlage miteinander verbundener wahrer, überprüfbarer und diskreditierender sowie unwahrer, glaubhafter, nicht widerlegbarer und damit ebenfalls diskreditierender Angaben; systematische Organisierung beruflicher und gesellschaftlicher Mißerfolge zur Untergrabung des Selbstvertrauens ...; zielstebige Untergrabung von Überzeugungen im Zusammenhang mit bestimmten Idealen, Vorbildern.. Erzeugung von Mißtrauen und gegenseitigen Verdächtigungen von Gruppen... Beschäftigung von Gruppen ... mit ihren internen Problemen... gezielte Verbreitung von Gerüchten.
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"Toxdat" Auszüge aus einem Lehrgangsskript
des MfS Anwendung potentieller psychoaktiver Wirkstoffe zur Beeinflussung des psychischen Verhaltens von Personen - problemorientierte Darstellung in Schwerpunkten. |
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| Einsatz und Anwendungsgebiete
Straftaten unter dem Einfluss psychoaktiver Wirkstoffe (...) Straftaten und/oder Verhör im Entzugssyndrom Aussagebeeinflussung mit/ohne Manipulation Brechung des Willens ("Stuporbrecher") Lösung der Tiefenpsyche (Wahrheitsdroge", "Narkoanalyse") Erzeugung von Rededrang ("Schwatzpille") Ruhigstellung mit/ohne Manipulation ("chem./pharmakol. Folter") Gefangenennahme und Inhaftierung ("Kidnapping") Öffentlichkeitsvorstellung und Medienvorbereitung Prozessvorbereitung und -durchführung Dauermedikation zur Erzeugung eines schwachen narkoleptisch-katatonen Syndroms mit zentraler Sedierung Wirkstoffspektrum (..) Und angesichts allein von solcher Ungeheuerlichkeit, die auch nur eine Facette psychiatrischen Missbrauchs zu politischen Zwecken beleuchtet, haben unsere staatlichen Instanzen, Bundes- wie Landesministerien und ihre abhängigen Behörden, den Mut, den systematisch-politischen Psychiatrie-Missbrauch der DDR in Abrede zu stellen. Rundbrief 1-2005
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Entschädigungen... ... Da aber, wo die Opfer im Rahmen des gesetzlich vorgesehenen Entschädigungsansprüche erheben wollen, beim Staat also als Bittsteller auftreten, da werden Sie ignoriert oder abgewimmelt. Verächtlich abgewiesen wird erst recht, wer den Verdacht äußert, dies läge daran, dass an den Versorgungsämtern als Gutachter oft ehemaligeStasi-/SED-Täter sitzen, im übrigen solche, die nie begriffen haben, was Stasi-Verfolgung an seelischen Leiden verursachte...Überall hört man die Klagen, dass die SED-Opfer trotz guter gesetzlicher Bestimmungen vom Staat nicht anerkannt werden... Auch daraus können die Opfer wenig Hoffnung schöpfen... Den von den Versorgungsämtern Abgeschmetterten, erneut Verhöhnten wird hier zur weiteren Verfolgung ihrer gesetzlichen Ansprüche geraten, 'unbedingt einen Rechtsanwalt einzuschalten' - den sich nur kaum einer von ihnen leisten kann.
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Wenn Stasi-Opfer klagen... "Erst sind wir verfolgt worden und jetzt sollen wir auch noch für verrückt erklärt werden", nimmt das der "ausgebildete Psychotherapeut"
als weiteres Verdachtsmoment ihrer Gestörtheit. Dabei drängt
sich bei solchen Darlegungen fast die Frage auf: Dient der ganze
Berufszweig dazu, die allgemeinen und besonders die psychischen
Realitäten der Menschen auf den Kopf zu stellen?... |
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Fotografieprojekt zum Thema Psychiatrie in der DDR Im Früjahr 2007 verstarb ein Fotograf und Journalist auf ungeklärte Weise. Er hatte zur DDR-Vergangenheit und der Stasi-Belastung von Abgeordneten eines Stadtparlamentes recherchiert. In diesem Zusammenhang führte eine Recherche auf einen operativen Vorgang, OV Neuro II, der diesem Projekt als Grundlage einer fiktiven Bildmontage diente. Die Fine Art Prints sind all den vergessenen Opfern des DDR-Unrechts gewidmet, die von jeglicher Anerkennung und staatlichen Leistungen ausgeschlossen wurden, den Opfern von Zwangspsychiatrie in der DDR, Zersetzungsmaßnahmen, Opfern von Berufsverboten und verweigerter Ausbildungsmöglichkeiten. Eine Aufklärung in der Sache erfolgte unzureichend. Auch die Verbände haben die Betroffenen in ihrer Arbeit nicht angemessen gewürdigt, so das hier eine deutliche Benachteiligung gerade dieser oft schwer traumatisierten Menschen festzustellen bleibt.
Das Projekt ist diesen Menschen gewidmet. Das Projekt wurde mit der Fachkamera im Format 4x5" auf Planfilm (S/W Neg.) fotografiert.
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Vorschau des Fine Art Prints OV "Neuro II" Alle Rechte liegen beim Bildautor. |
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