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Vatikan AG
Ahawah Vision
Die Ängste der Deutschen
Verbot einer Installation bei der Kunst-Biennale in Venedig

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Vatikan AG / Buchvorstellung

ecowin Verlag / Wien / Interview mit dem Autor G. Nuzzi

Im Bereich Text/Wirtschaft // Link:

 

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ahawah vision // Pressekonferenz

Ahawah-Gebäude / Berlin / Auguststraße / 29.10.2009

Im alten Ahawah-Gebäude waren in der Vergangenheit u.a. ein jüdisches Krankenhaus, das Kinderheim Ahawah und eine Mädchenschule untergebracht. Die Initiatorin des Ahawah-Projektes (ahawah vision) Avitall Gerstetter möchte in diesem Gebäudekomplex eine Vision realisieren - ein Forum für interreligiösen und interkulturellen Gedankenaustausch.

"Ein Ort der für Toleranz, Weltoffenheit, Respekt und Nachhaltigkeit steht" (Quelle: Presseinformation ahawah vision)

Als Förderer konnten die Porzellanmanufaktur MEISSEN und die Glasmanufaktur Theresienthal gewonnen werden. Mit limitierten Auflagen von rituellen jüdischen Gegenständen der Manufaktur MEISSEN und Glaseditionen der Manufaktur Theresienthal soll das Projekt mit finanziert werden.

"Das zukünftige Ahawah Mehrreligionenhaus steht für interkulturellen Dialog in Religion und Kunst. Hier wird Studierenden unterschiedlicher Nationalitäten Wissen über andere Religionen und Kulturen vermittelt und zwischenmenschliche Begegnungen mit anderen Nationalitäten ermöglicht und gefördert." (Quelle: Presseinformation ahawah vision)

Ein solches Projekt ist ein wichtiger Mosaikstein für das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen von Kulturen und Religionen und gerade deshalb heute so wichtig, wo oft Konfrontation so manche Hoffnung auf ein friedliches Miteinander zunichte macht.

Ergänzende Informationen erhalten Sie auch auf den Seiten von ahawah-vision im Internet.

Bilddokumentation und O-Ton-Auszug rechts >>

 

Verwandte Themen // Jüdisches Leben / Erinnerung

Film zum Mahnmal "Gleis 17" // Berlin-Grunewald
Mahnmal der Kindertransporte // Berlin-Friedrichstraße




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Fotografie: Porzellan-Manufaktur MEISSEN
Mit freundlicher Genehmigung/Pressefoto MEISSEN

Pressekonferenz / Ausschnitt / O-Ton
Dr. Christian Kurtzke / Avitall Gerstetter

>> Zur Bilddokumentation // PK ahawah vision

>> Image-Film der Porzellan-Manufaktur Meissen (Auszug)

 

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Die Ängste der Deutschen 2008

Studie der R+V Versicherung

rv02 Grafik: R+V Versicherung 2008

Die R+V Versicherung stellte in Berlin die Studie "Die Ängste der Deutschen" am 04.09.2008 vor. Interessant ist in diesem Jahr, dass 76 Prozent der Deutschen Angst vor Preissteigerungen haben. Die neue Armut in Deutschland betrifft auch viele Menschen des sog. Mittelstandes, die die enormen Kosten-steigerungen nicht mehr ausgleichen können. Gleichfalls wächst in Berlin die Zuversicht, trotz großer Sorge vor explodierenden Preisen. Das Problem steigender Preise wird in allen Bundesländern gleichermaßen gesehen. Die Studie zeigt auch, das sich die Ängste und Sorge in den alten und neuen Bundesländern weiter angeglichen haben.

In der Statistik der R+V Versicherung (Grafik oben) finden Sie weitere Positionen der Studie. Die komplette Studie finden Sie auf den Seiten der R+V Versicherung. Als Langzeitstudie ist sie durch die Kontinuität und die Beibehaltung des Fragenkataloges repräsentativ.

Martin Sachse

 

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Professor Manfred G. Schmidt, Politologe
Foto: Martin Sachse 2008

 

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Großskulptur von Gregor Schneider
unerwünscht

Absage vom Hamburger Bahnhof,
Museum der Gegenwart, Berlin

Streit der Kulturen relativiert die künstlerische Freiheit...

Die heftige Debatte im Streit um die Mohammed-Karikaturen hat deutlich gemacht, dass die politischen Auswirkungen von unüberlegten oder gewollten Provokationen der einen oder anderen Seite die Versöhnung von Kulturen und Religionen nachhaltig belastet. Im Karikaturenstreit wurde einerseits zu Recht die publizistische Freiheit verteidigt - die Einbeziehung von Mohammed (oder auch Jesus) in diese Kunst-Form ist gewiss problematisch, verletzt sie doch potenziell die Gefühle religiöser Menschen. Auf der anderen Seite muss auch festgestellt werden, dass die Provokation von einigen Teilen des Islam bewusst gesucht wird. Im Nachhinein ist man immer schlauer, so hätte man hier eher abgeraten, solche Formen der Dastellung zu nutzen. In dieser Sache besteht also auch fernerhin Dikussionsbedarf.

In der beabsichtigten Installation des deutschen Künstlers Gregor Schneider sehe ich eine solche Provokation nicht. Auch der Künstler weist eine solche Deutung zurück. Das Verbot, die Großskulptur auf der Kunst-Biennale in Venedig auf dem Markusplatz zu zeigen, ist damit eher unverständlich.

Die jetzt unterstellte Assoziation des Kunstwerkes in Bezug auf Mekka hätte somit also eher zu einem Dialog zum Thema führen können. Die italienischen Regierung hatte wie auch die venezianischen Behörden eine Verunglimfung des Islam und entsprechende Konsequenzen befürchtet - die Terrorproblematik eingeschlossen. Die Installation auf dem Markusplatz kann in diesem Zusammenhang jedoch eher als eine Versöhnung der Religionen gesehen werden - ist doch gerade dieser Platz in unserer Kultur und Relgion tief verwurzelt. Die "Öffnung" dieses Platzes für eine solche Installation kann also auch umgekehrt interpretiert werden, d.h., dass sich unsere Kultur dem Islam gegenüber offen zeigt.

Nun muss hier wohl eher ein Einschnitt in die Kunstfreiheit gesehen werden, die so nicht Schule machen sollte. Möglicherweise ein Beleg dafür, inwieweit bestimmte Teile des Islam bereits unsere Entscheidungen unbewusst mitbestimmen. Um es nochmals klarzustellen, die Verunglimpfung von Relgionen und deren Vertretern ist inakzeptabel und verletzt sehr wohl die Gefühle der Menschen. Das ist in dem Kubus von Gregor Schneider nicht zu sehen.

Nach Aussage des Künstlers in der "Welt" vom 16. Juni 2005 richtet sich die Absage damit "formal gegen einen abstrakten Kubus, eine Ikone der modernen Kunst." In dem Artikel sagt Gregor Schneider weiterhin: "Die Kaaba ist eines der unfaßbarsten, geheimnisvollsten und schönsten Gebäude der Welt". Es wird deutlich, wie sehr der Künstler von diesem Ort fasziniert ist. Und gerade in diesem Kontext steht sein Werk.

In "Kulturzeit" (3sat) wurde nun berichtet, dass das Projekt auch vom Hamburger Bahnhof Berlin, dem Museum für Gegenwart verworfen wurde. Dabei beruft sich der Direktor des Museums auf "innerhierarchische" Entscheidungen der Staatlichen Museen zu Berlin. So kann man es vermeiden, Haltung zu zeigen - schade für Berlin und ein Armutszeugnis für die Argumentation der Staatlichen Museen zu Berlin.

 
Martin Sachse // 08.03.2006 

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